Schweizerische Bundesbahnen SBB: «He da, aufhören!» Im Zug mit Pendler-Kolumnistin Katja Walder



22.02.2019, Surft der Teenie schräg gegenüber noch auf seinem Handy herum oder knipst er schon? In ihrer neusten Kolumne zeigt Katja Walder, dass die «Generation Selfie» auch vor Schlafenden nicht Halt macht.

Der Mann tut es nicht aus machoiden* Gründen, er kann nicht anders: Mindestens 1.5 Sitzplätze nimmt er in Beschlag. Ein riesiger, massiger, korpulenter Kerl. Typ Knuddelbär. Typ Extra-starke-Schulter-zum- Anlehnen. Vielleicht Lastwagenfahrer.

Vielleicht Gabelstapler. Vielleicht Türsteher in einem Rocker-Schuppen. Mit ziemlich grosser Sicherheit ein grosser Chrampfer. Einer, der sich zum Zvieri aus einer Lyonerwurst und einem Laib Brot ein paar Sandwiches macht und das Ganze mit einem halben Liter Citro oder einem Bier runterspült. Ein Mann fürs Handfeste und einer zum Festen, zünftig sogar. An diesem Feierabend scheint er müde.

So müde, dass er bereits nach kurzer Zeit einschläft. Seine massive Brust dient ihm als Kissen. Durch den ganzen Zug ist sein Schnarchen zu hören - die apnoeartigen Aussetzer genauso. Zwei Stationen nachdem er eingeschlafen ist, steigen Jugendliche ein und bemerken ihn.

Sie setzen sich ins Abteil hinter dem Schläfer und zücken ihre Smartphones. Während der Mann röchelnd bis röhrend döst, machen die Jungs Selfies und Videos von sich und dem Mann. «Hey!», ruft es laut von gegenüber, noch bevor ich selber etwas sagen kann, «Hey! Nicht einfach fremde Leute fotografieren!». Es ist eine toughe tätowierte Frau, die sich einmischt.

Ich liebe sie für ihr Selbstverständnis, den Mund aufzumachen, während andere noch überlegen, ob das, was hier grad vor sich geht, rechtens ist. «Das könnt ihr doch nicht machen», sagt sie und schüttelt den Kopf. «Easy», antworten die Jungs gelassen, «wir kennen ihn, wir sind Kollegen.» Man will es ihnen nicht recht glauben.

Doch in diesem Moment wacht der Fotografierte auf und pflichtet den Jungs bei. «Scho guet», nuschelt er und schüttelt sich den Schlaf aus dem Gesicht, «ich kenne die Jungs!» Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr!


Medienkontakt:
Katja Walder
Tel. +41 51 220 41 11
press@sbb.ch

Über Schweizerische Bundesbahnen SBB:
Wir bringen täglich über 1,25 Millionen Reisende und 205'000 Tonnen Güter ans Ziel. Aber wir sind mehr als nur die Eisenbahn: 32'300 leidenschaftliche Mitarbeitende machen uns zum Rückgrat des öffentlichen Verkehrs und arbeiten mit uns an unserer Vision für die Mobilität der Zukunft.

Im Jahr 1902 begann die bewegte Geschichte der Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Die Züge der Schweizerischen Centralbahn (SCB) verkehrten zwar schon seit 1. Januar 1901 auf Rechnung des Bundes, die gesetzlichen Voraussetzungen zur Gründung der SBB mussten aber erst noch geschaffen werden.

In der denkwürdigen Abstimmung vom 20. Februar 1898 hatten die Stimmberechtigten mit 386 634 Ja gegen 182 718 Nein dem «Bundesgesetz betreffend Erwerbung und Betrieb von Eisenbahnen für Rechnung des Bundes und die Organisation der Verwaltung der Schweizerischen Bundesbahnen» zugestimmt. Der Abstimmungskampf war äussert heftig: Die Befürworter argumentierten unter dem Motto «Die Schweizer Bahnen dem Schweizer Volk» für die Vorteile einer Vereinheitlichung des Bahnwesens unter der Kontrolle des Bundesstaates. Die Gegner der Vorlage warnten vor einem zusätzlichen Beamtenheer, das die Macht des Bundes vergrössern und gleichzeitig seine Finanzen zerrütten würde.

Bereits im Oktober 1900 konstituierte sich der Verwaltungsrat der SBB; er umfasste damals nicht weniger als 25 durch den Bundesrat gewählte Mitglieder, dazu kamen weitere 25 durch die Kantone und Halbkantone gewählte Mitglieder sowie vier durch die Kreiseisenbahnräte gewählte Mitglieder.

Schon im November 1900 kam ein Vertrag über den freihändigen Ankauf der Schweizerischen Centralbahn (SCB) durch den Bund zustande, und am 14. Dezember 1900 gab die Bundesversammlung ihre Zustimmung zu diesem Ankauf. Nun war Eile geboten, denn schon aufs Neujahr 1901 sollte dieser Handel rechtskräftig werden. So kommt es, dass der erste am Neujahrsmorgen 1901 in Bern aus Zürich–Aarau–Olten eingetroffene Zug um 2.00 Uhr vor seiner Weiterfahrt nach Lausanne–Genf festlich begrüsst wurde.

Der Betrieb der SCB-Linien erfolgte aber zunächst noch mit SCB-Personal, aber auf Rechnung des Bundes. Mitte 1901 löste dann die Generaldirektion der SBB das Eidgenössische Eisenbahndepartement als Aufsichtsbehörde der SCB ab.

Da auf den 1. Januar 1902 auch die Schweizerische Nordostbahn (NOB) unter die «Fittiche» der SBB kam, gilt dieser 1. Januar 1902 als «offizielles» Geburtsdatum der Schweizerischen Bundesbahnen.

Weitere Informationen und Links:

 Schweizerische Bundesbahnen SBB (Firmenporträt)
 Artikel 'Schweizerische Bundesbahnen SB...'auf Swiss-Press.com
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